Steuerpaket: Tschechien plant Verteuerung von Zigaretten

27-05-2020

Laut den Vorschlägen des Finanzministeriums sollen die Verbrauchssteuern auf Tabak und Zigaretten bis 2023 jährlich um fünf Prozent steigen. Außerdem sollen die beliebten Essensgutscheine für Arbeitnehmer erhalten bleiben.

Foto: Myriams-Fotos, Pixabay / CC0Foto: Myriams-Fotos, Pixabay / CC0 Das entsprechende Steuerpaket hat Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) mittlerweile dem Regierungskabinett vorgelegt. Demnach beschert die geplante Erhöhung der Steuern auf Tabak und Tabakprodukte dem Staat in den kommenden drei Jahren insgesamt 5,8 Milliarden Kronen (215 Millionen Euro) an Mehreinnahmen. In der Schätzung seien bereits Verhaltensänderungen von Rauchern berücksichtigt, hieß es.

Zu den Plänen des Finanzministeriums gehört auch eine Alternative zu den Essensgutscheinen, zu denen der Arbeitgeber jeweils die Hälfte hinzuzahlt. Diese Gutscheine sind die häufigsten Bonusleistungen für Angestellte in tschechischen Firmen. Das Ressort will nun aber auch ermöglichen, dass die Gutscheine durch eine Essenspauschale ersetzt werden. Das bedeute keine Abschaffung der bisherigen Vergünstigungen, betonte Schillerová. Stattdessen käme dadurch rund eine Million weitere Arbeitnehmer in den Genuss des Vorteils: „Die Pauschale ist eine Alternative und ermöglicht auch kleinen Firmen und Selbständigen mit einem oder zwei Angestellten, auf den Zuschuss zum Essen zuzugreifen“, so die Finanzministerin. Diese zusätzlichen Zahlungen sollen wie die Gutscheine steuerlich begünstigt sein und deswegen gesondert ausgezahlt werden, hieß es.