e-Rezepte per SMS immer häufiger – Einsehen der Arzneiliste unerwünscht

29-05-2020

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Tschechien hat sich die Zahl der per Handy versandten e-Rezepte nahezu verdoppelt. Im Februar wurden auf diese Weise 1,77 Millionen e-Rezepte verschickt, im März waren es 3,27 Millionen. Das sagte Gesundheitsminister Adam Vojtěch (parteilos) am Freitag vor Journalisten. Die erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus wurde in Tschechien am 1. März festgestellt. Danach wurden die Patienten dazu aufgefordert, ihre Ärzte nur noch in dringenden Fällen aufzusuchen und stattdessen mit ihnen zu telefonieren. Dadurch erhöhte sich die Zahl der über Mobiltelefone oder E-Mails verschickten E-Rezepte sprunghaft.

Es abgelehnt, dass Ärzte das komplette Verzeichnis ihrer Medikamente einsehen können, haben 2300 Patienten. Betreffs der Apotheker waren es noch 300 mehr. Als Bestandteil des e-Rezepts soll diese Funktion den Ärzten und Apothekern nach der Ausgabe der Arzneien ab 1. Juni zugänglich gemacht werden. Die Patienten selbst können die Liste schon seit Januar einsehen. Das sagten Vertreter des Staatlichen Instituts für Medikamentenkontrolle (SÚKL) am Freitag vor Journalisten.