In was für einer Welt leben wir?

23-01-2019

Im Januar melden Sie sich mit Neujahrswünschen, aber auch Kommentaren und Gedanken dazu, was uns im neuen Jahr erwartet.

Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio PragFoto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag Wir bedanken uns für alle Wünsche für das neue Jahr recht herzlich, die wir noch im Januar von Ihnen bekommen haben.

Dieter Feltes aus Pyrbaum verspricht in seiner Zuschrift, weiterhin treuer Stammhörer zu bleiben:

„Nun ist das Jahr 2019 schon ein paar Tage alt, und ich hoffe, dass Sie von der deutschen Redaktion alle gut hineingekommen sind. Auch in diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, Ihre Sendungen zu hören und auch immer wieder ein paar Zeilen an Sie zu schreiben. So wissen Sie, dass man die Neuigkeiten aus Tschechien hört. Dies tue ich ja schon seit vielen Jahrzehnten. Ich würde mich auch weiterhin freuen, wenn Sie Informationen verbreiten können.“

Herr Feltes reagiert zudem auf eine unserer Nachrichten:

„Wie ich hörte, wurde in einem gewissen Zeitraum auch bei Ihnen eine Vogelzählung vorgenommen. Dies war bei uns genauso der Fall. Ich habe zwar nicht mitgemacht, aber ich las die Ergebnisse in unserer Zeitung. In unseren Garten haben wir jedes Jahr diverse Vogelhäuschen aufgestellt. Leider war die Resonanz von Seiten der Vögel nur sehr gering. Auch unser Apfelbaum, der noch voll bestückt ist, wurde nicht wie in den Jahren vorher angegriffen. Vielleicht liegt es an den Umweltbedingungen.“

Habichtgebirge (Foto: Maternice, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)Habichtgebirge (Foto: Maternice, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0) Auch Helmut Matt aus Herbolzheim wünsche sich, dass die Sendungen von Radio Prag im neuen Jahr erhalten bleiben. Und er verspricht, er werde versuchen, sich wieder häufiger bei uns zu melden. Sein Empfangsbericht bezieht sich auf die Sendung von Freitag, dem 4. Januar:

„Das war ein buntes Programm voll interessanter Beiträge. Interessant fand ich vor allem den Bericht über die Gregor-Mendel-Polarstation in der Antarktis und natürlich das Reiseland Tschechien, das immer wieder Lust auf einen Besuch in Eurem Land macht. Ich habe mir das mal im Internet angesehen. Malé Svatoňovice und das Habichtgebirge liegen ja gut drei Stunden östlich von Prag. Auf den Bildern, die ich im Internet gefunden habe, wirkt die Landschaft wirklich malerisch – und dank Eurer interessanten Sendung kenne ich nun auch den Ort Malé Svatoňovice fast schon persönlich. Mal sehen, vielleicht lässt sich das bei unserer nächsten Reise in die Tschechische Republik ja einrichten. Gut möglich, dass wir, Linda und ich, Ihr schönes Land im Sommer wieder für ein paar Tage besuchen werden.“

Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio PragFoto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag Von Heinz Günter Hessenbruch aus Remscheid haben wir ein Versprechen bekommen:

„Liebe Leute in Prag, gerne habe ich Ihre Sendung gehört. So wie einer meiner Hobbyfreunde werde ich mich auch im Jahre 2019 mehr zu Radio Prag einbringen. Man muss dann ‚nur‘ andere Prioritäten setzen. Ich freue mich auf gute Beiträge von und mit Ihnen.“

Wir freuen uns, liebe Hörerinnen und Hörer, dass Sie uns auch im neuen Jahr schreiben und auf unsere Sendungen reagieren. Und zwar mit Ihren Anmerkungen, mit Ihren eigenen Ansichten zu manchen Themen und Ihren persönlichen Erlebnissen.

Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus hat den Jahreswechsel im Familienkreis verbracht, mit viel Essen, guten Gesprächen und gemeinsamem Spaß, wie er schreibt. Er bedankt sich für die Zusendung einer QSL-Karte und einer Weihnachtskarte von Radio Prag und merkt an:

Foto: Ondřej TomšůFoto: Ondřej Tomšů „Eine kleine Überraschung gab es seitens Radio Prag ja auch wieder: die neuen QSL Karten – die ich auf der Webseite schon bewundert habe. Damit zählt Radio Prag zu einer der wenige Stationen, die noch neue QSL Karten publizieren. Vielen Dank, dass Sie auf meinen Brief vom November 2018 reagiert haben und auf mein Problem mit dem Livestream eingegangen sind. Ich habe es gleich mit den neuen Adressen probiert – sie funktionieren, und ich kann somit Radio Prag im Internetradio hören. Ich muss mich also nicht zwangsläufig an einen Computer setzen.“

Des Weiteren reagiert unser Hörer auf einige Themen aus unseren aktuelleren Sendungen:

„In der Wirtschaftsrubrik berichteten Sie über die Ausbildungswege und die mangelnde Berücksichtigung der neuen Technik in der Berufsausbildung. Sie mögen Recht damit haben, aber ich denke immer, dass es nicht unbedingt am Lernerfolg hängt, ob eine Schule einen Breitband-Internetanschluss hat.“

Lehrling (Foto: Mike Linderer, Pixabay / CC0)Lehrling (Foto: Mike Linderer, Pixabay / CC0) Neben der ausreichenden personellen Ausstattung und einer guten Bausubstanz der Gebäude würden natürlich auch motivierte Lehrkräfte dazugehören, hebt Lutz Winkler hervor:

„Bei der Berufsausbildung finde ich den praktischen Anteil immer sehr wichtig. Und wenn die Digitalisierung in die Unternehmen Einzug hält – so sollte auch die Ausbildung darauf reagieren. Ich habe verstanden, dass die Berufsausbildung in Tschechien doch vorwiegend eine Schulausbildung ist. Im Zeichen des Fachkräftemangels sehen sich viele Firmen in Deutschland gezwungen, mehr für die Lehrlinge zu tun: In Firmen werden extra Kurse angeboten, um schulische Defizite auszugleichen. Besonders erfolgreiche Lehrlinge bekommen dann auch einmal einen kleinen Firmenwagen für eine Zeit gestellt. Die Ausbildungsfirmen versuchen natürlich, die Auszubildenden zu binden – um neue Fachkräfte zu gewinnen. Leider haben das noch nicht alle verstanden, es gibt auch viele Firmen, die nicht ausbilden.“

Foto: PhotoMIX-Company, Pixabay / CC0Foto: PhotoMIX-Company, Pixabay / CC0 Soweit zum Thema Berufsausbildung. Was wird uns wohl auf der weltpolitischen Ebene erwarten? Diese Frage stellt Lutz Winkler an der Schwelle zum Jahr 2019 – und schreibt:

„Ich vermute mal, nichts Gutes. Die Schreihälse und Twitterkönige wird man immer hören – egal, ob sie Recht haben oder nicht. Meistens sowieso nicht, da die einfachen Lösungen eben keine Lösungen für das einfache Volk sind.“

Und wenig optimistisch zeigen sich auch Horst und Monika Kuhn aus Hamburg. Sie haben sich anhand eines Beitrags auf der Webseite von Radio Prag ernste Gedanken über die heutige Welt und Gesellschaft gemacht:

Iglu für Obdachlose (Foto: Václav Plecháček, Archiv des Tschechischen Rundfunks)Iglu für Obdachlose (Foto: Václav Plecháček, Archiv des Tschechischen Rundfunks) „Der Bericht im Tagesecho über die Obdachlosigkeit ‚Mit dem Iglu durch den Winter‘ regt zum Nachdenken an. Das Iglu wird durch die Körperwärme auf eine Temperatur von ca. 15° aufgewärmt und schützt so vor dem Erfrieren. Es kann aber nur ein erster Schritt sein, um auch diese Menschen in ein sogenanntes reiches Europa mitzunehmen. In Deutschland haben wir ähnliche Probleme. Es gibt einige Obdachlose, die eine Zeitschrift ‚Hinz und Kunz‘ verkaufen und sich so ein paar Euro dazuverdienen. Aber wir haben hier auch viele Menschen aus Osteuropa, zum Beispiel Rumänen, die vollkommen durch das Raster fallen. Kein Recht auf Sozialhilfe. Ein Leben auf der Straße, das Ende aller Träume. In Hamburg sind bisher vier Obdachlose erfroren. Eine Schande! Ein Bericht aus Ungarn zeigte, dass dort Menschen, die auf der Straße leben, kriminalisiert werden und bei dreimaligem Aufgriff im Gefängnis landen. So hat sich ja wohl keiner Europa vorgestellt. In was für einer Welt leben wir?“

Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio PragFoto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag Wir hoffen, dass das angelaufene Jahr auch gute Nachrichten bringt und fröhlichere Gedanken weckt. Und wir freuen uns, dass wir 2019 viele Briefe und E-Mails von unseren Hörerinnen und Hörern bekommen und mit ihnen weiterhin in Kontakt stehen. Schreiben Sie uns bitte an: Radio Prag – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik, oder per E-Mail an: deutsch@radio.cz.

23-01-2019