Großes Echo auf „Hits der klassischen Musik“

03-03-2020

Im Briefkasten: Sturm Sabine, Alkoholkonsum, Deutsche in der Tschechoslowakei und Hits der Klassik

Foto: niekverlaan, Pixabay / CC0Foto: niekverlaan, Pixabay / CC0

Friedhof in Prag-Vyšehrad (Foto: Kristýna Maková, Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prague International)Friedhof in Prag-Vyšehrad (Foto: Kristýna Maková, Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prague International) Wie üblich, fangen wir mit unserer Quizfrage an. Diese kommt im März aus dem Bereich Geographie:

Wie heißt das größte Sandsteintor Europas? Es gilt als eine der schönsten Steinformationen in der Böhmischen Schweiz.

Schreiben Sie uns den Namen des Tors an cr@radio.cz.

Im Februar wollten wir wissen, wo die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová begraben liegt. Die richtige Antwort lautet: auf dem Friedhof in Prag-Vyšehrad. Unter anderem Guido Schümann aus Deutschland hat richtig geantwortet und bekommt einen Sachpreis von Radio Prag International. Herzlichen Glückwunsch!

 

Exmoore-Ponys im ehemaligen Truppenübungsplatz Milovice (Foto: Atillak, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)Exmoore-Ponys im ehemaligen Truppenübungsplatz Milovice (Foto: Atillak, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0) Und nun zu Ihren Zuschriften und Briefen, liebe Hörerinnen und Hörer. Zunächst einige Themen, die Sie erwähnt und kommentiert haben. Peter Vaegler aus Stralsund:

„In der Sendung sprachen Sie auch vom Coronavirus und wie eine tschechische Firma durch neuartige Masken dagegen etwas unternehmen will. Ich bin wirklich gespannt, ob die Erwartungen eintreffen. Besonders interessant fand ich aber den Bericht über die Nutzung eines ehemaligen Truppenübungsplatzes, auf dem jetzt Exmoore-Ponys und Wisente leben. In Deutschland haben sich auf diesen Flächen ja vor allem Wölfe angesiedelt, wobei die Bewohner sehr unterschiedliche Meinungen dazu haben.“

Das Sturmtief Sabine fegte Mitte Februar über Europa hinweg und richtete große Schäden an. Dieter Feltes beschreibt seine persönlichen Erfahrungen damit:

Sturmflut in Hamburg, verursacht durch Orkan Sabine (Foto: Alinea, Wikimedia Commons, CC0 1.0)Sturmflut in Hamburg, verursacht durch Orkan Sabine (Foto: Alinea, Wikimedia Commons, CC0 1.0) „Wie ich hörte, hat auch bei Ihnen der Sturm Sabine ein Chaos hinterlassen. Was mich betrifft, so wurden die Stegplatten von meinem Gewächshaus beschädigt, sodass ich neue bestellen musste. Von meiner Hütte, in der Gartengeräte eingestellt sind, wurde teilweise das Dach beschädigt. Ich hoffe, es kommt nicht so bald wieder ein solcher Sturm. Ich kann mich nicht erinnern, einen solchen Sturm bei uns in der Region gehabt zu haben. Wie bei uns in den Wäldern sind auch bei Ihnen sicherlich viele Bäume umgefallen. Das dauert einige Monate bis alles aufgeräumt ist.“

Peter Vaegler aus Stralsund erwähnt noch ein weiteres Thema:

„Einen großen Teil des Programms nahm die Problematik Alkohol ein. Da unterscheidet sich die Tschechische Republik nicht von anderen Ländern, in denen mit mehr oder minder geeigneten Mitteln gegen den Alkoholkonsum vorgegangen wird. Wenn ich aber sehe, dass man hier für unter fünf Euro 0,75 Liter Schnaps kaufen kann, dann habe ich meine Zweifel, ob man das Ziel jemals erreicht.“

Foto: Archiv des Museums Ústí nad LabemFoto: Archiv des Museums Ústí nad Labem Fritz Andorf aus Meckenheim fand ein „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“ interessant:

„Die Geschichte des ehemaligen Bürgermeisters von Aussig, Leopold Pölzl, einem mutigen Lokalpolitiker, der sich den Nazis widersetzt hat, endete leider traurig. Irgendwie finde ich es begrüßenswert, dass nicht alle Deutschstämmigen in der Tschechoslowakei Hitler-Anhänger waren. Ich glaube aber, dass die meisten bei Kriegsende über einen Kamm geschoren und als Deutsche vertrieben wurden. Sicher gehörte zu ihnen auch der Seifenhersteller Schicht, der in einem anderen Beitrag gewürdigt wird. Und es freut mich, im Internet über die Ausstellung ‚Unsere Deutschen‘ in Aussig zu lesen, deren Titel sehr versöhnlich klingt.“

Auch bei Wolfgang Maschke aus Kehl am Rhein haben wir mit einem Geschichtsthema gepunktet:

„Wieder einmal eine sehr interessante Sendung. Besonders der Beitrag über den ‚uralten‘ Holzbrunnen hat mich interessiert.“

 

Antonín Dvořáks Sinfonie ‚Aus der Neuen Welt‘Antonín Dvořáks Sinfonie ‚Aus der Neuen Welt‘ Radio Prag International sendet seit Anfang des Jahres einen Zyklus über die größten Hits der tschechischen klassischen Musik. Das Echo auf diese Serie bei den Hörerinnen und Hörern hat unsere Erwartungen überstiegen. Der Zyklus wurde in vielen Zuschriften kommentiert. Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus schrieb eine längere Betrachtung dazu:

„Besonders gefreut habe ich mich über das Musikprogramm ‚Hits der tschechischen Klassik‘ mit Antonín Dvořáks Sinfonie ‚Aus der Neuen Welt‘. In der traditionellen Musik liegt die Geschichte eines Volkes – sicher ändert sich diese auch über die Jahre. Wenn wir aber bedenken, welche Vielfalt die Menschen im Bereich Musik in der Geschichte hervorgebracht haben, dann bin ich immer wieder erstaunt. Meine Favoriten sind eher Bach, Mozart und Beethoven – ich höre aber auch gern die Volksmusik anderer Länder und in der letzten Zeit auch verschiedene Liedermacher und nicht zu vergessen: den Jazz. Also schon ein bunter Reigen.“

Heinz Günter Hessenbruch hat sich ebenfalls die Sendung mit Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ angehört:

„Ihre besinnliche Sendung hat mir gut gefallen, und ich konnte Neues hinzulernen.“

Ein anderes Werk von Dvořák zu hören, war ein besonderer Leckerbissen für Helmut Matt aus Herbolzheim:

„Ich habe mir den Beitrag ‚Ernster Spaß: Dvořáks Humoresken‘ mit einem meiner Internetradios angehört – über die HiFi-Anlage. Die zarte und nuancenreiche Musik Dvořáks vermag die Kurzwelle natürlich nicht in vollem Umfang wiederzugeben. Wer kennt sie nicht, die berühmte siebte Humoreske des Komponisten – besonders in Jan Kubelíks Fassung für Klavier und Violine. Einfach wundervoll! Der Beitrag hat wirklich viel Spaß gemacht, und es war hochinteressant, so viel Hintergründiges über diese Musik zu erfahren.“

Herr Matt hat in seiner Zuschrift zudem darauf hingewiesen, dass die Sendung in unserem Onlinearchiv nach etwa elf Minuten abbreche. Danke für den Hinweis, Herr Matt. Versuchen Sie es noch mal, bei uns funktioniert das Anhören problemlos.

Und Fritz Andorf aus Meckenheim schreibt in Sache tschechischer Musik:

„Gut gefallen hat mir das Musikprogramm am Sonntag. Die wunderbare Melodie des Poèmes war mir natürlich gut bekannt. Ich wusste allerdings nicht, dass sie von dem Tschechen Zdeněk Fibich stammt. So habe ich mich erst einmal im Internet über diesen Komponisten schlau gemacht und durch das Hören von Radio Prag Internationalwieder etwas dazugelernt.“

Klaus Nindel aus Dresden merkt an:

„Ich las eben in Eurem Newsletter vom 17. Februar etwas zu Eurem Musikbeitrag vom Sonntag über den Marsch ‚In ein neues Leben‘ von Josef Suk. Ich hatte diesen Marsch noch nie vorher gehört und wusste auch nicht, welche Bedeutung er in der tschechischen Geschichte gespielt hat. Den Marsch ‚Gladiatoren‘ von Fučík kenne ich dagegen schon lange, und ich muss sagen, er gefällt mir wesentlich besser... Danke für diesen interessanten Beitrag!“

 

Illustrationsfoto: sutulo, Pixabay / CC0Illustrationsfoto: sutulo, Pixabay / CC0 In weiteren Zuschriften, liebe Hörerinnen und Hörer, beschreiben Sie auch Ihre Erfahrungen mit dem Kurzwellen-Empfang unserer Sendungen. Seit dem Herbst ist dies ja über einen Sender in der Eifel wieder möglich. Alfred Albrecht aus Emmendingen im Breisgau:

„Das gibt es doch nicht. Jetzt hatte ich einmal Glück, hier in Emmendingen einen guten Empfang über die Frequenz 3.985 kHz zu haben, aber dann war Ihre Sendung etwa 18.11 UTC weg vom Fenster. Offensichtlich gab es ein Problem im Sender Kall-Krekel, denn ich hörte dann nur noch die Pausenmusik. Tja, da kann man nichts machen.“

Mehr Glück hatte Dieter Sommer aus Eisleben am 18. Februar:

„Der Empfang war wieder einmal sehr gut via Kurzwelle.“

Und Thomas Drescher aus Postmünster in Niederbayern:

Foto: Archiv von Peter VaeglerFoto: Archiv von Peter Vaegler „Nachdem ich Ihre englischen Kollegen über WRMI gehört habe, habe ich nun wieder einmal Ihr deutsches Programm auf der alten Kurzwelle empfangen. Immerhin gehört Ihre Station zu den ersten, die ich als KW-Hobbyist ab Ende der 1960er Jahre empfangen habe.“

Auch Peter Vaegler kann auf eine lange Geschichte seines Hobbys zurückblicken:

„In zwei Monaten werde ich mit meiner Frau in eine andere Wohnung ziehen. Da muss ich mich leider von vielen Dingen trennen, die sich in über 50 Jahren Radiohobby angesammelt haben. Beim Aufräumen auf dem Boden ist mir dabei auch das abgebildete Rezeptheft von Radio Prag in die Hände gefallen.“

Wir veröffentlichen das Foto auf unserer Webseite. Danke, Herr Vaegler!

Und das war's für heute. Wir freuen uns auf Ihre Empfangsberichte, E-Mails und Briefe. Schicken Sie diese bitte an die Adresse: Radio Prag International – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik, oder per E-Mail an: deutsch@radio.cz.

03-03-2020