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Richard Sklorz, Jahrgang 1946, emigrierte in die BRD nach dem Abitur. Noch in Prag hatte er einen Assistenten aus Thübingen kennen gelernt, der dann seine Aufnahme in das Leibnitz-Kolleg unterstützte. Dies war eine elitäre Institution, die es Jugendlichen aus höher gestellten Familien ermöglichte, erst einmal in verschiedenen Fächern zu "schnuppern", bevor sie sich für ein Studienfach entscheiden. Dort verbrachte er ein Semester:
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Ende der 60-er Jahre zog Richard Sklorz nach Berlin, wo er dann Anfang der 70er Jahre seinen Abschluss an der FU machte und bewusst die Studentenbewegung miterlebte. Als freier Publizist arbeitet er an einem Auftragswerk des Berliner Senats:
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Da die Tschechen und Slowaken trotzt der staatlichen Trennung viele Gemeinsamkeiten haben, erscheinen die Porträts in einem Band. Richard Sklorz wählte nicht nur nach Prominenz, was ein relativer Begriff ist, sondern ein wichtiges Kriterium war eine interessante Tätigkeit an sich:
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Weil der Autor in West-Berlin lebte, waren die Tschechen und Slowaken in Ostberlin eine Entdeckung für ihn, zum Beispiel die beiden Opernsänger:
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Richard Sklorz fuhr wegen der unangenehmen Zollkontrollen nur ungern nach Ostberlin, und wenn er schon fuhr, dann um Freunde zu besuchen, nicht wie die meisten Westberliner, die wegen Theater oder Opernvorstellungen ´rüberkamen. Die tschechische und slowakische Kommunität in Berlin, die ziemlich klein ist, entdeckte er erst im Zuge seiner Arbeit. Das Wahrnehmen des Mauerfalls bei den Tschechen und Slowaken in Ost und West unterscheidet sich seiner Meinung nach kaum von dem ihrer Ost- und Westberliner Umgebung. Und wie sieht Richard Sklorz das vereinigte Berlin? Durch die Vereinigung ist - so meint er - eine große Stadt entstanden, die sich täglich verändert, vor allem in ihrer Mitte. Der Kietz in Wilmersdorf dagegen ist von Veränderungen unberührt geblieben. Den Mauernfall hat er aber mit gemischten Gefühlen wahrgenommen. Wie er sich bekennt, hatte er Angst vor einem zu groß gewordenen Deutschland, Angst vor dem Aufwachen des deutschen Nationalismus. Die Angst hat sich aber mittlerweile gelegt, weil sie sich nicht bestätigt hat:
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Die Arbeit an der Informationsbroschüre ließ Richard Sklorz neue Seiten selbst an alten Freunden entdecken, was ihm viel Freude bereitet hat. Nun wird er aber zu seiner Sammlung von Kurzgeschichten zurückkehren können, die er wegen dieses Auftrages hat liegen lassen.
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