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Februar 15, 1999 |
M E D I E N M A G A Z I N |
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[ November 21 ] [ 12 Januar ] Guten Tag, verehrte Hörerinnen und Hörer! Willkommen zum heutigen Medienmagazin. Am Mikrophon begrüßt Sie Josef Danes. Der verstorbene jordanische König Hussein war nicht nur ein bedeutsamer und geachteter Staatsmann, sondern auch ein guter Fahrer, welcher besonders die schnellen Rennwagen fuhr, und ein ausgezeichneter Pilot mit Vorliebe für die Jagdflugzeuge. Sein Leben war oft unmittelbar bedroht, bei einem Mordversuch wurde er verwundet, ein anderes Mal prallte die Kugel von einem Metallorden auf seiner Brust ab.Die Monarchen und hochrangige Persönlichkeiten haben es nicht einfach und brauchen ein erfrischendes Hobby, um durchatmen und Gleichgewicht halten zu können. Der bulgarische Zar Boris war Lokomotivführer und leistete oft Dienst auf den regelmäßigen Zügen der bulgarischen Eisenbahnen. Benito Mussolini setzte sich vor den wichtigen Verhandlungen ans Steuer seines Wagens, fuhr in rasendem Tempo 300 km nonstop von Rom aus und dann wieder zurück und erst nach dieser Erfrischung widmete er sich seinen Staatsangelegenheiten. Als der iranische Schach Resa Pahlevi vor Ayatolah Chomeini auf der Flucht war, bediente er sein Flugzeug eigenhändig. König Hussein war nicht nur Rennfahrer und Pilot, sondern auch ein Funkamateur. Er hatte eine persönliche Sende- und Empfangsstation mit dem Rufzeichen JY1 und machte Verbindungen mit den Funkamateuren auf der ganzen Welt. Der namhafte tschechische DXer Vaclav Vsetecka, Chemiker und Hochschullehrer von Beruf, machte in den Jahren 1970-1972 mit Seiner Majestät 6 Verbindungen auf verschiedenen Frequenzbändern und für alle hat er QSL-Karten mit der Unterschrift des Herrschers erhalten. Auch der Präsident des Tschechischen Radioklubs, Dipl Ing Milos Prostecky, OK1MP, der Schiffsfunker Jaroslav Presl, OK1NH und weitere zwei oder drei Dutzend tschechische Funkamateure haben mit JY1 Verbindungen erzielt. Es war nicht einfach. Immer, als der König erschien, drängten sich hunderte von Stationen mit 1 kW Leistung und effektiven Richtstrahlantennen auf seiner Frequenz. Jede solche Verbindung war also ein Abenteuer. Die auflagenstärkste tschechische Tageszeitung Mladá fronta DNES veröffentlichte auf der Titelseite eine spannende Reportage über die Verbindung, welche Ing. Herbert Ullmann, OK1DWG, noch als Student in Karlsbad erzielte. Am Dienstag vormittag wird Milos Prostecky, OK1MP, im Fernsehstudio des privaüten TV-Senders Nova in dem populären Programm "Frühstück mit Nova" darüber erzählen. ü"Und worüber unterhielten sich denn die Amateure mit dem König?", wandte sich kürzlich an mich ein zufälliger Zeitungsleser in der Straßenbahn. Eine solche Frage könnten auch unsere Hörer stellen, die sich für den Amateurfunkdienst nicht interessieren. Die Amateure unterhalten sich über ihr Hobby, über Geräte, Antennen, Funkwetter und über ihre persönlichen Erlebnisse und Interessen. Solches Plaudern und Klönen kann Minuten oder Stunden dauern und aus Anlass ihrer ersten Verbindungen tauschen sie die QSL-Karten aus, welche ihnen ein ganzes Leben lang Freude machen. Von Zeit zu Zeit erscheinen, meistens in den DX-Expeditionen, seltene und begehrte Stationen. Die Zeit ist knapp, es werden nur die wichtigsten Angaben ausgetauscht und die Verbindung dauert nur ein paar Sekunden, damit auch andere Stationen Chance haben. Es verläuft ähnlich, wie wenn sich zwei begegnen, es eilig haben, grüßen sich nur flüchtig, aber beide freuen sich über ihre Begegnung und lange, lange erinnern sich an den Zufall. Auch die Verbindungen mit JY1 hatten den gleichen Verlauf, wie es bei den DX-Expeditionen üblich ist. König Hussein schickte seine QSL-Karten und diese gehören zu den wertvollsten Trophäen der Amateurfunkstationen. Am meisten war er auf allen Amateurbändern von 80 bis 10 m in den 70-er Jahren aktiv. In den 80-er Jahren erschien er nur sporadisch, die Staatsangelegenheiten nahmen ihn zu viel in Anspruch und in den 90-er Jahren tauchten schwierige Gesundheitsprobleme auf. Er hat nicht nur für seine Heimat, sondern auch für die Radiohobbyfreunde der ganzen Welt viel geleistet. Nun noch schnell zum Funkwetter: Am 31. Januar war die rel. Sonnenfleckenzahl 29, der solare Flux 118 Einheiten. Am 14. Februar gab es mehr Sonnenflecken mit r 199, der solare Flux 198 Einheiten. Am 19. kommt vielleicht eine Störung und ab 25. Februar werden sich die Bedingungen wieder erholen. Liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank für das Zuhören, guten Erfolg auf allen Wellen und auf Wiederhören! © Copyright 1999 Radio Prague All Rights Reserved Bitte senden Sie uns Meinungen. RP Home / RP in Deutsch / Spaziergang durch Prag |
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