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1 MÄRZ, 1999

M E D I E N M A G A Z I N

[ 15 Februar ] [ 12 Januar ] [ 21 November ]

Schön willkommen zu unserem heutigen Medienmagazin, in dem wir die Aufmerksamkeit auf den Tschechoslowakischen DX-Klub richten möchten. Am Mikrophon begrüßt Sie Josef Danes.
Nach den trüben, mit Wolken, Schnee, Schneematsch, Eisgl tte und Regen gefüllten Tagen zeigte sich am letzten Samstag die Sonne, der Himmel war strahlend blau und an diesem, angenehmen Wochenende hat in der nordböhmischen Stadt Jablonec/Gablonz die Jahrestagung des Tschechoslowakischen DX-Klubs stattgefunden. Das vergangene Jahr wurde bilanziert, Pläne für das heurige Jahr geschmiedet, die ausgestellten Ger te wurden ausprobiert und mehrere Stunden, besonders die Nachtstunden, dem Fachsimpeln gewidmet.

Der Klub befasst sich haupts chlich mit dem Rundfunkhören auf allen Wellen und auch mit den Utility Stationen, das heißt mit dem Flugsicherungsverkehr, mit dem Schiffsverkehr und den Funkverkehr auf UKW lässt er auch nicht außer Acht. Unter seinen Mitgliedern befinden sich einige Ausl nder, aber die meisten Klubmitglieder sind Tschechen und Slowaken. Der Tschechoslowakische DX-Klub ist eine homog ne Organisation, welche - ohne Rücksicht auf die Staatsgrenze - in beiden Staaten, in der Slowakischen Republik als auch in der Tschechischen Republik ihre Tätigkeit ausübt. Und zu den erfolgreichsten Unternehmungen des vorigen Jahres gehört der Besuch der Sendestationen des Slowakischen Rundfunks, an welcher die Klubmitglieder aus beiden Republiken teilnahmen. Die Expedition hat im Palast des Slowakischen Rundfunks in der Mytna-Gasse in Preßburg begonnen.

Im Sitzungssaal wurden die Teilnehmer empfangen und dort erhielten sie die ersten, wichtigsten Informationen. Heuer wird der Slowakische Rundfunk seinen 72. Geburtstag feiern und sein Auslandsdienst arbeitet seit dem Jahre 1993. Es wurde auch die Absicht, den Langwellensender in Topolna für Gemeinschaftssendungen mehrerer Länder, wie Slowakei, Tschechien, Polen und Ungarn zu benützen, besprochen. Nachdem alle Fragen der neugierigen Besucher beantwortet wurden, folgte die Besichtigung des Rundfunkgeb udes, besonders des Modula-tionsumschalters und der Studios. Dann setzte sich die Kolonne von 5 PKWs, welche untereinander die Verbindung mit CB-Ger ten aufrechterhielten, in Bewegung.

Die erste Haltestelle war die Bake B auf 438 kHz, welche der Zuleitung von Flugzeugen zum Preßburger Flughafen dient. Die tschechischen und slowakischen DXer beobachten auch die Baken, ihre Beobachtungen werden in der DX-Revue regelm ßig veröffentlicht und der Klub hat auch ein ausführliches Verzeichnis herausgegeben. Jede Bake sendet im Morsealphabet. Die dauernd ausgestrahlten Signale sind gar nicht unterhaltsam, aber zur Beurteilung der Wellenausbreitungsbedingungen können sie nützlich sein. Weiter ging es zu dem kleinen Ort Hviezdoslavov, wo sich weit und breit kein Betrieb mit Schweißger ten und sonstigen elektrischen Einrichtungen befindet. Hier, in dem Haus mit einer üppigen Antennenfarm, hat der slowakische Funküberwachungsdienst seinen Sitz, welcher jetzt 11 Meßwagen zur Verfügung hat.

Die Ger te stammen auch von ausl ndischen Firmen wie Rhode-Schwarz und Schlumberger und die Messungen werden im Frequenzbereich von 100 kHz bis 1000 MHz durchgeführt. Unterwegs ist noch die Bake OKR, Preßburg-Nord auf 391 kHz, die Funkortungsanlage in Vinicne und weiter geht es zum westslowakischen Sender Nitra, Gemeinde Velka Zaluzie. Dieser wurde im Jahre 1988 eröffnet und strahlt auf der Frequenz 1098 kHz das Programm aus der slowakischen Hauptstadt aus. Im Sendesaal stehen zwei Sender SRV 750, Erzeugnisse der Prager Firma Tesla-Hloubetin.. Unweit, in einem anderen Geb ude, befindet sich der alte Sender Nitra auf 927 kHz, auch mit den Programmen in ungarischer Sprache.

Nach der Übernachtung in der Stadt Zvolen trifft die Kolonne in Rimavsk Sobota ein. Unsere Hörer kennen diesen Namen. Seiner Zeit wurden auch Programme von Radio Prag von dort ausgestrahlt. Man hat mit dem Aufbau im Jahre 1952 begonnen und in den Jahren 1979 bis 1982 wurde die Station gründlich umgebaut.

Hier arbeiten die russischen KW-Sender VJUGA für den Auslandsdienst des Slowakischen Rundfunks und auch für AWR. Man sendet deutsch, englisch, französisch, russisch, slowakisch und jetzt denkt man daran auch spanisch zu senden. Rimavsk Sobota arbeitet auch für den Inlanddienst und zwar auf den Frequenzen 567, 1017 und auf 1521 kHz. Hier endete die Expedition des Tschechoslowakischen DX-Klubs und hier endet auch das heutige Medienmagazin.

Liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank für´s Zuhören und guten Erfolg auf allen Wellen. Auf Wiederhören!

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