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4 Mai
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] [ 30 April ] [ 29 April ] [ 28 April ] [ 27 April ] [ 26 April ] Dienstbier: Am besten wäre es, die Bombardierung zu beenden Der Kosovo-Krieg bleibt für tschechische Medien auch weiterhin Thema Nr. Eins. Zwei Vertreter internationaler Organisationen haben sich unabhängig voneinander dazu geäussert. Der UNO-Menschenrechtsbevollmächtigte für Ex- Jugoslawien, Jirí Dienstbier, forderte die Einstellung der Nato-Lufteinsätze gegen Jugoslawien. Und über die Tätigkeit des Internationalen Roten Kreuzes im Krisengebiet sprach sich in Prag dessen Präsident, Cornelius Summaruga, aus. Martina Schneibergová fasst zusammen: Jirí Dienstbier liess verlauten, die Luftangriffe der Nato hätten zur Lösung der Balkan-Krise nicht beigetragen. Er stellte fest: "Ich bin persönlich der Meinung, dass es am besten wäre, die Bombardierung unverzüglich einzustellen. Denn dieser Krieg sollte für humanitäre Ideale geführt werden. Wenn man sieht, dass das Gegenteil der Fall ist - und dies muss man zugeben - dann muss nach einer anderen Strategie und Taktik gesucht werden."Eröffnung der IDET Brno Der tschechische Ministerpräsident Milos Zeman möchte der tschechischen Waffenindustrie wieder auf die Beine helfen. Diese Absicht bekundete er bei der Eröffnung der Wehrtechnikmesse IDET in Brünn. Mehr dazu im nachfolgenden Beitrag von Rudi Hermann. Zu sozialistischen Zeiten gehörte die Tschechoslowakei zu den weltweit grössten Waffenschmieden und auch zu den bedeutendsten Exprteuren, wenn auch mit einer politisch einseitig eingefärbten Kundschaft. Mit der Wende hingegen verlor das Land diese Position, und das durchaus mit Absicht. Denn die neue, demokratische politische Repräsentation setzte das Waffengeschäft aus weltanschaulichen Gründen nicht auf einen prioritären Platz im Aussenhandel. Dies zeigte zuerst in der Slowakei Folgen, deren militärisch ausgerichteter Schwermaschinenbau zu leiden hatte - ein Phänomen, das einen bedeutsamen Anteil am Zerfall der Tschechoslowakei haben sollte. Auch in der Tschechischen Republik geriet die Rüstungsindustrie indes in eine Depression, und bisherige Anstrengungen des Staates, über koordinierte Bemühungen wieder einen Aufschwung herbeizuführen, blieben bisher ohne wesentlichen Erfolg.Zulieferindustrie sorgt für Qualitätsschub bei Skoda Der Skoda-Auto-Konzern in Mlada Boleslav steht europaweit als Begriff für international konkurrenzfähige Qualitätsarbeit Made in Czech. Doch der Name allein bürgt noch nicht für die hohe Qualität, dahinter steht vor allem eine harte und erfolgreiche Arbeit in der Zulieferindustrie. Mehr dazu von Lothar Martin. Im modernen Ambiente des Skoda-Auto-Museums in Mlada Boleslav fand am Dienstag die bereits 6. Preisverleihung des Formel-Q-Avards an die besten Zulieferer des Konzerns aus Tschechien und der Slowakei statt. Dieser Wettbewerb zur Honorierung der zuverlässigsten, flexibelsten und qualitativ besten unter den rund 500 Lieferanten des anerkannten PKW-Herstellers war seinerzeit eingeführt worden, um die Zulieferindustrie zu motivieren, sich das Firmenmotto Leading Edge - Weltklasse in allem, was wir tun - zu eigen zu machen. Und auf diesem Weg sind die Skoda-Lieferanten auch ein gehöriges Stück vorangekommen, wie uns der Qualitätssicherungsleiter von Skoda Auto, Erwin Mackowiak, berichten konnte:Der Prager Aufstand vor 54 Jahren Wer schon einmal in Prag war, wird sie bestimmt bemerkt haben, die kleinen Gedenktafeln an den Hauswänden. Jedes Jahr Anfang Mai werden sie mit Blumen und Kränzen geschmückt, denn sie erinnern an die über 2.000 Gefallenen des Prager Auftandes im Mai 1945. Katrin Bock erinnert an die Geschehnisse vor 54 Jahren: Am Samstag, den 5. Mai 1945, um 12 Uhr 33 war der Hilferuf aus dem tschechoslowakischen Rundfunk zum ersten Mal im Äther zu hören. Mit dieser Aufforderung, das Rundfunkgebäude in der Vinohradska-Strasse zu verteidigen, begann der Prager Aufstand gegen die deutschen Besatzer. Bereits am Vortag hatten die Tschechen begonnen, in der Hauptstadt deutsche Schrifttafeln und Hakenkreuze zu entfernen. Am 6. Mai standen dann im Prager Zentrum rund 1.600 Barrikaden, gebaut aus Strassenbahnwagen, LKWs, Pflastersteinen und was sich sonst noch dazu eignete. Doch die Lage der Prager Bürger war recht hoffnungslos, standen sie doch den überlegenen deutschen Truppen gegenüber, die über eine viel bessere Ausrüstung verfügten. Aus dieser Situation rettete sie die Vlasov-Armee. Dies war ursprünglich eine von den Deutschen gegründete Armee russischer Desserteure und Kriegsgefangener, die gegen die Rote Armee und für eine Befreieung der Sowjetunion von Stalin kämpften. Zur Überraschung der Deutschen wendete sich die Vlasov-Armee nun gegen die einstigen Verbündeten. Am frühen Morgen des 6.5. marschierten die rund 18.000 Soldaten in Prag ein, besetzten den westlichen Teil der Stadt, unter anderem auch den Flughafen, von dem deutsche Flugzeuge zuvor gestartet waren, um das Prager Stadtzentrum zu bombardieren. Damit brachten sie die Wende im Kampf um Prag. Sowohl die Russen als auch die Prager hofften auf das baldige Erscheinen der US-Armee. Diese befreite am 6. Mai 1945 Pilsen, doch am folgenden Tag blieb sie hinter Pilsen stehen, gemäss einer zuvor mit Moskau getroffenen Vereinbarung. Der Roten Armee sollte der Ruhm der Befreiung Prags zukommen. Da die Soldaten der Vlasov-Armee - aus verständlichen Gründen- unter keinen Umständen der Roten Armee in die Hände fallen wollten, verliessen sie am 8. Mai Prag und hofften, in amerikanische Kriegsgefangenschaft zu kommen. Das gleiche hofften auch die deutschen Truppen, die am 8. Mai in Prag ihre Kapitulation unterzeichneten und daraufhin die Stadt Richtung Westen verliessen. Als am Mporgen des 9. Mai die Rote Armee in Prag einmarschierte, war der Kampf längst entschieden. Während des vier Tage dauernden Prager Aufstandes fielen über 1.600 Tschechen., 900 Deutsche und 500 Russen. Während des kommunistischen Regimes zwischen 1948 und 1989 wurde stets die Befreiung durch die Rote Armee am 9.Mai gefeiert. Die Verdienste der Vlasov-Armee wurden verschwiegen. Die meisten von ihren Soldaten fielen in russische Kriegsgefangenschaft und wurden entweder hingerichtet oder in sibirische Arbeitslager verschleppt. Erst seit 1989 erfuhren viele Tschechen von den Verdiensten dieser russischen Armee. Ebenfalls erst seit dem Ende der kommunistischen Ära wird in Westböhmen die Befreiung durch die US-Armee gefeiert."Europa - Sichtweisen und Wandlungen" - ein multilaterales Schülerprojekt zum Europa-Tag Von der Vergangenheit zurück in die Zukunft und zwar nach Berlin. Das Albert Einstein Gymnasium hat sich nämlich etwas Besonderes zum Europa-Tag einfallen lassen. Was, das sagt Ihnen nun Schulleiter Klaus Lehnert: © Copyright 1999 Radio Prague All Rights Reserved Bitte senden Sie uns Meinungen. |