| 1968 - 1998 |
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Die zweite Hälfte dieser Woche steht einmal mehr ganz im Zeichen
der stürmischen Ereignisse des August 1968.
In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 hatten Armeeverbände
der Warschauer-Pakt-Staaten mit der Besetzung der damaligen
Tschechoslowakei begonnen und damit das Ende des sogenanten Prager
Frühlings eingeläutet.
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Das tschechische Parlament hat am Mittwoch jenes für das weitere
Schicksal des tschechoslowakischen Volkes so wichtigen Tages
gedacht und dabei all jenen Dank ausgesprochen, die dieser
Invasion Widerstand geleistet hatten. Achtung bezeigten die
Parlamentarier all jenen Bürgern, die diesen Widerstand mit ihrem
Leben hatten bezahlen müssen. Das komplette sozialdemokratische Kabinett gedachte der bei der Okkupation Gefallenen vor der Gedanktafel am Gebäude des Tschechischen Rundfunks, und auch bei der Eröffnung einer Prager Ausstellung über die stürmischen Tage des August 1968 war die vollständige Ministerriege zugegen. Premier Milos Zeman betonte bei dieser Gelegenheit, es sei nicht nur wichtig, an die Geschehnisse im Zusammenhang mit der Okkupation zu erinnern. Genauso wichtig seien auch die anschliessenden Jahre der Kollaboration, als nach einer kurzen Erwärmung der politischen Verhältnisse die Zeit der Normalisierung begonnen habe. Ebenfalls am Mittwoch dankte das Aussenministerium allen Menschen und Institutionen in der demokratischen Welt für ihre Solidärität sowie für ihre moralische wie materielle Hilfe für die Bürger der damaligen Tschechoslowakei. Senatspräsident Petr Pithart befindet sich seit Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in Moskau, wo er an verschiedenen Gedenkveranstaltungen der russischen Intelligentia zum August 1968 teilnehmen wird. Auserdem hofft Pithart, in den Moskauer Archiven Einsicht nehmen zu dürfen in wichtige, die August-Ereignisse betreffende Akten. In Prag wird zur gleichen Zeit die Ankunft einer Gruppe russischer Intellektueller erwartet. Mit dabei auch der Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses des russischen Parlaments, Vladimir Lukin. Zu den vielen Gedenkveranstaltungen, die in diesen Tagen in Prag stattfanden und stattfinden, gehörte auch das Treffen des amerikanischen Publizisten und Schriftstellers, Alan Levy, mit der Presse. Brigitte Silna war für Radio Prag dabei. |
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