Themen
Risikofaktor Umwelt
2.4.2006

Chemikalienverseuchte Böden und Flüsse, Braunkohlekraftwerke, die ganze Landstriche verdrecken, Atommeiler mit veralteter Technologie. Horrorbilder wie diese bringen wir meist mit den postkommunistischen neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Verbindung. Doch egal ob altes oder neues EU-Land - unsere Gesundheit ist oft auch sehr viel alltäglicheren, kaum merkbaren Umwelteinflüssen ausgesetzt.

Herz und Kreislauf
16.4.2006

Weltweit sterben die meisten Menschen an nicht übertragbaren Krankheiten. Dazu zählen - neben Krebs - vor allem die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Deutschland etwa waren sie im Jahr 2004 für fast jeden zweiten Todesfall verantwortlich, sagt das Statistische Bundesamt. Allein am Herzinfarkt, der zur Gruppe der kardiovaskulären Krankheiten gehört, verstarben 2004 in der Bundesrepublik mehr als 67.000 Personen. Warum stellen gerade Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Europa ein solch hohes Risiko dar? Und welche erfolgreichen Konzepte gibt es zu ihrer Bekämpfung?

Die Alterung der Gesellschaft
30.4.2006

Die europäische Bevölkerung wird immer älter. Und das nicht nur nach Lebensjahren gerechnet, sondern auch im Durchschnitt. Denn während durch relativ hohe soziale und hygienische Standards sowie durch immer bessere medizinische Techniken die Lebenserwartung kontinuierlich steigt, bleibt die Geburtenrate in Europa niedrig. Die Folgen dieses Missverhältnisses sind vielfältig, es tauchen neue Fragen auf: Wer wird das Gesundheits- und das Rentenwesen der Zukunft finanzieren? Müssen wir künftig länger arbeiten? Und brauchen wir neue Konzepte in der Altenpflege?

Medizin ohne Grenzen
14.5.2006

1. Mai 2004: Zehn neue Staaten treten der Europäischen Union bei. Das Datum gilt gewissermaßen als Schlussstrich hinter die jahrzehntelange Teilung des Kontinents. Trotz politischer Krisen ist seither viel die Rede von verschwundenen Grenzen und neuer Gemeinsamkeit. Wie aber sieht das alles in der Praxis aus? Zahlreiche Länder, darunter Deutschland und Österreich, verschließen ihren Arbeitsmarkt immer noch vor den neuen EU-Bürgern aus dem Osten, an den Grenzübergängen gibt es nach wie vor Personenkontrollen, die politische Integration ist ins Stocken geraten. Dennoch: Viele haben auf die neuen Chancen in der EU rasch reagiert. Unter anderem im Gesundheitswesen, wo Ärzte und auch Patienten immer beweglicher werden und in immer größeren Räumen denken - auch über die Grenzen Europas hinaus.

Medizin und Ethik
28.5.2006

Jahr für Jahr macht die Medizin riesige Fortschritte, neue Technologien eröffnen neue Forschungsfelder. Doch nicht immer geschieht dies zum Wohle der Patienten, und nicht immer werden die Früchte des Fortschritts gerecht verteilt. Wie reagiert die Öffentlichkeit, wenn sich die Forschung in Gebiete vorwagt, die sich der menschlichen Vorstellungskraft längst entziehen? Gebiete, die letztlich die Frage aufwerfen, wo genau Leben beginnt, und wo es endet? Was darf die Wissenschaft im Namen der Gesundheit, und wo überschreitet sie ihre Kompetenz? Welche Bedeutung haben ethische Fragen überhaupt in der medizinischen Praxis?

Rauchen: Tabak auf dem Rückzug?
11.6.2006

Jedes Jahr sterben in der Europäischen Union mehr als eine halbe Million Menschen an den direkten oder indirekten Folgen des Rauchens. Somit ist die Nikotinsucht die bedeutendste vermeidbare Krankheits- und Todesursache. In mehreren Ländern der EU versuchen die Gesetzgeber, das Rauchen unattraktiv zu machen: Durch Warnungen, durch Preissteigerungen, oder schlicht durch Verbote. Trotz des Gesundheitsrisikos gilt Rauchen Vielen aber auch als Kulturgut - so alt wie die Menschheit und nicht so einfach abzuschaffen.

Leben mit Behinderungen
25.6.2006

Ich bin nicht behindert, ich werde behindert! Mit diesem Satz bringen Behinderte seit Jahrzehnten zum Ausdruck, dass es viele Handicaps in ihrem Alltag gar nicht geben müsste - angefangen bei Problemen mit der physischen Mobilität bis hin zu eingeschränkten Chancen im Berufsleben. Wie rollstuhlgerecht sind unsere Städte? Welche Betreuungskonzepte gibt es für schwer Behinderte? Welche Integrationsangebote erlauben Behinderten ein erfülltes Leben in der europäischen Gesellschaft?

Alternative Heilmethoden: Modetrend oder Trendwende?
9.7.2006

Trotz aller Fortschritte: In vielen Bereichen, etwa bei chronischen Erkrankungen, kommt die Schulmedizin nicht wirklich weiter. Viele Patienten setzen deshalb auf alternative Heilmethoden. Einige werden mittlerweile sogar von den Krankenkassen finanziert. Auch wenn es Bestrebungen gibt, einander sinnvoll zu ergänzen: Schul- und Alternativmedizin stehen einander oft immer noch skeptisch gegenüber.

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